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Ärztliche Weiterbildung
Die Abteilung für Innere Medizin bietet die volle Weiterbildung für Innere Medizin und die Teilgebietsweiterbildung für Hämatologie und Internistische Onkologie nach der Weiterbildungsordnung von 1996. Nach der neuen Weiterbildungsordnung (2005) werden drei Jahre allgemeine Innere Medizin und 3 Jahre Hämatologie/Onkologie anerkannt. Darüber hinaus kann auf der Palliativstation die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin erworben werden.
Eine umfassende Ausbildung der Weiterbildungsassistenten ist für uns selbstverständlich! So erfolgt der Einsatz neuer Assistenten zunächst auf der Aufnahmestation, wo unter ständiger Anleitung durch den zuständigen Oberarzt die klinische Untersuchung, die Ultraschalldiagnostik (einschließlich Gefäßdoppler und Echokardiographie), die Erstellung von Therapiekonzepten und die gängigen Punktiostechniken (Pleura, Ascites, Knochenmark, Liquor usw.) vermittelt werden. In der Folge werden die endoskopischen Techniken (Gastro- und Koloskopie) und Organpunktionen (Leber, Niere, Lymphknoten) gelehrt. Die halbjährliche Intensivausbildung hat die Behandlung von lebensbedrohlichen Erkrankungen aus den verschiedenen Bereichen der Inneren Medizin zum Inhalt. Schwerpunktmäßig werden hier Patienten mit akutem Koronarsyndrom, schwerer Herzinsuffizienz, respiratorischem Versagen (Beatmungstherapie), Sepsis einschließlich Multiorganversagen (incl. Dialyse- oder Hämofiltration), gastrointestinalen Blutungen oder Intoxikationen behandelt. An Techniken werden die zentralvenösen Punktionen, arterielle Zugänge, Intubationen und Beatmungstherapien, kardiopulmonale Reanimationen, Elektrokardioversionen, externe Schrittmachertherapie, Nierenersatzverfahren und Pleuradrainagen gelehrt.
Die spezielle onkologische Ausbildung erfolgt auf der onkologischen Station des Hauses und in der Ermächtigungsambulanz. Hier werden alle Krankheiten aus dem Teilgebiet diagnostiziert und behandelt. Die Indikationsstellung und Durchführung von Chemotherapien gehört ebenso zum Weiterbildungsauftrag wie die supportive Therapie bei starker Immunsuppression und die Behandlung komplizierender Infektionen. Im eigenen hämatologischen Labor werden Kenntnisse im Bereich der zytologischen Diagnostik vermittelt.
Der Stationsarzt auf der Palliativstation kann das gesamte Spektrum der Symptomkontrolle sowie der Betreuung und Begleitung von Palliativpatienten und deren Angehörigen erlernen. Die Patientenversorgung erfolgt in einem multiprofessionellen Team bestehend aus spezialisierten Pflegekräften, Onkologen, Schmerztherapeuten, der Psychologin, Seelsorgerinnen, der Physiotherapie und dem Sozialdienst.
Ärztliche Arbeitsbedingungen
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden. Überstunden werden dokumentiert und in Freizeit ausgeglichen. Es existiert ein Drei-Schicht-Arbeitszeitmodell ohne Bereitschaftsdienste. Jeder Assistent macht ungefähr alle 4 Monate eine Woche (5 Tage) Spätdienst, dann eine Woche (7 Tage) Nachtdienst und dann eine Woche frei. Der Nachtdienst soll ab Sommer 2008 in zwei Blöcke á 3 und 4 Nächte aufgeteilt werden. Zusätzlich werden Wochenend-Tagesdienste geleistet. Die hierbei anfallenden Überstunden werden mit Freizeit ausgeglichen.
14-tägig werden innerhalb der Arbeitszeit Fortbildungen zu verschiedenen Themen mit internen und externen Referenten angeboten. Wir befürworten und unterstützen externe Fortbildungen oder Kongressteilnahmen! Sollten die Fortbildungen im Interesse des Hauses liegen, erfolgt eine teilweise oder vollständige Übernahme der Teilnahmegebühren.
Wir bemühen uns um eine Minimierung arztfremder Tätigkeiten:
1. Blutentnahmen erfolgen durch den Pflegedienst.
2. Antibiotikainfusionen übernimmt ebenso der Pflegedienst.
3. Einsatz von Arzthelferinnen zur Entlastung des Ärztlichen Dienstes.
4. Diktate werden digital erstellt und kurzfristig im zentralen Schreibbüro geschrieben (zur Mitgabe bei Entlassung).
5. Die DRG-Kodierung erfolgt durch die vierköpfige Kodierabteilung.
Hafenärztlicher Dienst

Die Stadt Bremerhaven verfügt über den zweitgrößten Seehafen Deutschlands. Die Klinik für Innere Medizin kooperiert eng mit dem Hafengesundheitsamt. Alle Seeleute mit Erkrankungen des internistischen Formenkreises werden ambulant und auch stationär von den Ärzten der internistischen Abteilung des St. Joseph-Hospitals betreut.
Der hafenärztliche Vertretungsdienst ist durch seine spezifischen Eigenarten äußerst faszinierend. Krankheitsbilder von Patienten aus allen seefahrenden Kulturkreisen stellen immer wieder differentialdiagnostische Herausforderungen dar. Neben banalen Erkältungskrankheiten müssen auch in Mitteleuropa äußerst seltene Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber oder auch Cholera berücksichtigt und therapiert werden.
Die Primärbetreuung erfolgt durch die Stationsärzte der Aufnahmestation. Jeder Seemann wird darüber hinaus von einem der verantwortlichen Oberärzte mitbetreut. Die Entscheidung, ob ein Seemann wieder auf eine zum Teil mehrwöchige Seereise gehen kann, wird in Absprache mit den Fachärzten im Hafengesundheitsdienst gefällt.



