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Allgemeines
Die Abteilung für Anästhesie und operative Intensivmedizin versorgt mit 12 ärztlichen Mitarbeitern und 38 Mitarbeitern im Pflegedienst die Patienten aller operativen Abteilungen der Klinik. Jährlich werden über 6.500 Narkosen durchgeführt.
Ihr erster Kontakt mit der Narkoseärztin oder dem Narkosearzt wird bei geplanten Operationen mindestens einen Tag vor dem Eingriff erfolgen. Bei dieser Prämedikationsvisite werden Sie vom Anästhesisten untersucht und nach Vorerkrankungen befragt.
Anschließend wird das für Sie geeignetste Narkoseverfahren besprochen und Ihnen ausführlich erklärt. Bei vielen Patienten findet die Prämedikationsvisite bereits einige Tage vor der Operation im Rahmen der vorstationären Behandlung statt.
Narkoseverfahren
Neben der unter dem Begriff "Vollnarkose" geläufigen Allgemeinanästhesie bieten wir Ihnen gezielte Techniken der lokalen oder regionalen Schmerzausschaltung an. So kann z.B. bei Eingriffen an der Hand eine gezielte Anästhesie des betreffenden Armes erfolgen.

- Einleiten einer Allgemeinanästhesie
Eine andere, häufig eingesetzte Form der Regionalanästhesie sind die rückenmarksnahen Anästhesien. Hierbei wird ein Betäubungsmittel in die Nähe der Nerven injiziert, die durch den Rückenmarkskanal ziehen. Die oft von Patienten geäußerte Sorge, dass ein Betäubungsmittel direkt ins Rückenmark gespritzt wird ist daher unbegründet.
Ebenso unbegründet ist die Sorge, bei einer Teilnarkose den gesamten operativen Ablauf miterleben zu müssen. Jeder Patient kann auf Wunsch zusätzlich ein leichtes Schlafmedikament erhalten, so dass er die eigentliche Operation "verschläft", am Ende der Operation aber schnell wieder wach ist.

- Operation in Teilnarkose
Alternativ bieten wir Ihnen die Möglichkeit, über einen Kopfhörer Musik Ihrer Wahl zu hören. Unabhängig von der Art der Anästhesie werden Sie während der gesamten Operation von einem Narkosearzt betreut, der ausschließlich für Sie zuständig ist. Hierbei werden durch modernste und patientenfreundliche Techniken alle wichtigen Körperfunktionen ständig überwacht und im Bedarfsfall stabilisiert. Nach der Operation werden Sie noch für einige Zeit im Aufwachraum betreut und überwacht.
Einige operative Eingriffe können mit größeren Blutverlusten einher gehen. In diesen Fällen können geeignete Patienten vor der Operation eigenes Blut spenden. Diese Eigenblutkonserven können dann während oder nach der Operation zurück gegeben werden. Darüber hinaus wird während oder nach der Operation verlorenes Blut gesammelt, in einer modernen Autotransfusionsanlage wieder aufbereitet und Ihnen anschließend zurück gegeben.
Die Kombination dieser fremdblutsparenden Technik macht die Gabe fremder Blutkonserven auch bei großen Eingriffen wie beispielweise dem prothetischen Ersatz der Bauchschlagader zur Ausnahme.
Behandlung von Schmerzen
Schmerzen nach Operationen:
Eine der häufigsten Sorgen der Patienten gilt den Schmerzen nach einer Operation. Diese können aber wirkungsvoll behandelt werden.
Bereits im Aufwachraum werden Sie gezielt nach Schmerzen gefragt werden und evtl. auftretende Schmerzen können sofort wirkungsvoll behandelt werden.Im Bedarfsfall können Sie eine computergesteuerte Schmerzpumpe erhalten, mit deren Hilfe Sie die Schmerztherapie selbst durch Tastendruck steuern können. Somit haben Sie Ihre Schmerz-Behandlung "selber in der Hand". Einen Informationsbogen zu diesem Verfahren erhalten Sie auf Anfrage auf Ihrer Station. Weitere Informationen gibt Ihnen Ihr Anästhesist.
Wir sind zur Zeit dabei, für Sie einen Akutschmerzdienst aufzubauen, der Sie auch in den ersten Tagen nach einer Operation auf der Station besucht und bei Bedarf die Schmerzbehandlung optimieren kann.
Schmerzen unter der Geburt:
Zur Erleichterung von Geburtsschmerzen bieten wir unseren Patientinnen die Anlage eines rückenmarksnahen Katheters, des so genannten Epiduralkatheter an. Im Gegensatz zu einer Operation wird die Dosierung des Betäubungsmittels hier so gewählt, dass nur der starke Schmerz unterdrückt wird. Das Gefühl für die Wehentätigkeit und damit die Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit bleibt aber erhalten.
Intensiv-Station

- Das Team der Intensivstation
Auf der operativen Intensivstation mit 7 Betten werden kritisch kranke Patienten und Patienten nach größeren Operationen behandelt und überwacht. Moderne Medizintechnik ermöglicht die Überbrückung und anschließende Wiederherstellung auch komplexer oder kombinierter Organfunktionsstörungen.
Der enge Kontakt zu den operativen Abteilungen wird gewahrt durch tägliche gemeinsame Visiten und die enge Abstimmung der Behandlung.
Bei aller notwendigen Apparate-Medizin bemühen wir uns, gerade den Intensiv-Patienten ein Höchstmaß an persönlicher Zuwendung zu bieten. Hierzu zählt auch eine möglichst flexible Besuchsregelung für die Angehörigen.



